Chinas KI-Dominanz: Frank Sieren erklärt, warum Europa den Anschluss verliert

30 Jahre in Peking. 14 Bücher über China. Frank Sieren kennt das Land besser als jeder andere westliche Journalist – und seine Warnung an Europa ist deutlich.
Im exklusiven Frank Sieren Interview mit Leonard Schmedding auf dem Everlast AI Kanal spricht Deutschlands führender China-Experte über das, was die meisten im Westen übersehen: China baut seine KI-Dominanz systematisch aus. Und Europa? Schaut zu.
Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch zusammen. Du erfährst, warum chinesische Open-Source-Modelle den Weltmarkt erobern, wie Peking bei humanoiden Robotern die USA abhängt und was Europa jetzt tun muss. Die Zahlen sind alarmierend – aber auch eine Chance für alle, die jetzt handeln.
Wer ist Frank Sieren? Der dienstälteste westliche China-Korrespondent
Frank Sieren lebt seit 1994 in Peking. Damit ist er der am längsten in China lebende westliche Wirtschafts-Journalist. Er hat 14 Bücher geschrieben, darunter den Spiegel-Bestseller „Nachbar China" mit Altkanzler Helmut Schmidt.
Sein jüngstes Werk heißt „Der Auto-Schock". Es beschreibt, wie die chinesische Konkurrenz die deutsche Autoindustrie überrollt. Der Deutschlandfunk nannte sein Buch „Shenzhen – Zukunft Made in China" ein Lehrbuch über eine Stadt, in der die Zukunft entsteht.
Sieren drehte ein Dutzend Dokus für ARD und ZDF. Er war Sachverständiger bei Anhörungen im Bundestag. 2024 ernannte ihn das Saarland zum Saarland-Botschafter. Kurzum: Frank Sieren beobachtet Chinas Aufstieg nicht aus der Ferne. Er erlebt ihn jeden Tag vor Ort.
Im Frank Sieren Interview mit Leonard Schmedding erklärt er, warum Europas Haltung gegenüber China gefährlich ist. Nicht weil China perfekt wäre. Sondern weil Europa seine Wettbewerber unterschätzt.
Warum China so offen gegenüber KI ist – und Europa nicht
Im Interview nennt Frank Sieren einen zentralen Grund für Chinas Tech-Offenheit: Die chinesische Gesellschaft steigt auf. Europa dagegen stagniert. Und das verändert die Haltung gegenüber neuer Technik.
In aufsteigenden Gesellschaften sehen Menschen Technik als Werkzeug. Sie probieren aus, spielen damit, bauen darauf auf. In stagnierenden Gesellschaften fürchten Menschen, dass ihnen neue Technik etwas wegnimmt.
Die Zahlen bestätigen das eindrucksvoll. Laut einer Stanford-Studie sehen 83 % der Chinesen mehr Vorteile als Nachteile bei KI-Produkten. In Deutschland hat jeder Dritte Angst vor den Folgen. In den USA sind nur 10 % der Menschen mehr begeistert als skeptisch.
Sieren erklärt diesen Unterschied so: Das Silicon Valley ist nur ein kleiner Teil der USA. Die meisten Amerikaner leben weit entfernt davon. Und die amerikanische Gesellschaft hat ihren Höhepunkt erreicht. In solchen Phasen klammern sich Menschen an das Bestehende.
Technik ist in China Popkultur. Es gibt ganze TV-Genres über die Halbleiter-Industrie. Dramen spielen in Chipfabriken. Während Europa über Ethik-Kommissionen debattiert, probiert China aus und lernt.
Chinas Open-Source-Strategie: Warum kostenlose KI den Westen unter Druck setzt
Ein scheinbarer Widerspruch: Das politisch geschlossene China setzt bei KI auf Open Source. Das politisch offene Silicon Valley bevorzugt geschlossene Modelle.
Frank Sieren erklärt die Logik dahinter. In den USA bestimmen die Unternehmen die Richtung. Apple, OpenAI und Co. verdienen besser, wenn sie ihr Wissen zusammenhalten. In China gibt der Staat die Richtung vor. Und der Staat denkt anders.
Peking sagt: Kurzfristige Gewinne einzelner Firmen sind weniger wichtig. Wichtiger ist, dass sich KI schnell und breit in der gesamten Wirtschaft verbreitet. Deshalb fördert China Open Source.
Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Alibabas Qwen-Modelle erreichten bis Anfang 2026 über 700 Millionen Downloads auf der Plattform Hugging Face. Damit sind sie das weltweit meistgeladene Open-Source-KI-System. DeepSeek schockte im Januar 2025 die Branche mit seinem R1-Modell. Es lieferte Top-Ergebnisse bei einem Bruchteil der üblichen Kosten.
Der globale Marktanteil chinesischer Open-Source-Modelle sprang von nur 1,2 % Ende 2024 auf fast 30 % Ende 2025. Rund 80 % der US-Startups, die Open-Source-Modelle nutzen, greifen auf chinesische Modelle zurück. Selbst deutsche Universitäten betreiben auf ihren Servern Qwen-Modelle. Einfach weil sie die besten lokal verfügbaren Modelle sind.
Im Frank Sieren Interview warnt der China-Experte: Diese Geschwindigkeit wird nicht abnehmen. Sie wird zunehmen. Denn jedes Open-Source-Modell erzeugt neue Ideen, die wiederum neue Modelle hervorbringen.
Diese Dynamik betrifft auch den deutschen Mittelstand direkt. Viele Unternehmen in der DACH-Region nutzen bereits chinesische Open-Source-Modelle. Sie laufen auf eigenen Servern, brauchen keine Cloud-Anbindung und kosten keine monatliche Lizenz. Für Firmen, die Datenschutz ernst nehmen, ist das ein starkes Argument.
Gleichzeitig steigt der Bedarf an Fachkräften, die KI-Systeme in bestehende Prozesse einbinden können. Wer verstehen will, wie Unternehmen im deutschsprachigen Raum KI konkret einsetzen, findet beim AI Automations Manager einen praxisnahen Einstieg in die Welt der KI-Automatisierung.
Sieren betont im Interview: China denkt nicht primär an den Westen. Die Chinesen wollen vor allem selbst wieder stark werden. Der internationale Markt ist ein Nebeneffekt, kein Hauptziel. Und genau das macht die Strategie so wirksam. Kein Marketing-Kalkül, sondern pure Wirtschaftslogik.
Der Chip-Krieg: Wie Trump China ungewollt stärker machte
Leonard Schmedding spricht im Frank Sieren Interview auch das Thema Chips an. Die USA verboten Nvidia, ihre leistungsstärksten Chips nach China zu liefern. Das Ziel: Chinas KI-Entwicklung bremsen. Das Ergebnis: das genaue Gegenteil.
Frank Sieren beschreibt es so: Das Verbot bündelte alle Kräfte in China. Der Staat und die Privatwirtschaft arbeiteten Hand in Hand, um den Rückstand aufzuholen.
Huawei entwickelt eigene 3-Nanometer-Chips. 2026 plant das Unternehmen, 600.000 KI-Chips auszuliefern. Doppelt so viel wie im Vorjahr. Nvidia-Chef Jensen Huang erklärte die Exportkontrollen im Mai 2025 für gescheitert. Der Marktanteil von Nvidia in China fiel von 95 % unter Obama auf 50 % unter Biden.
Besonders clever war Huaweis Vorgehen bei Chip-Clustern. Statt einzelne Chips direkt zu kopieren, konzentrierte sich Huawei auf die Verbindung zwischen den Chips. Denn dort lag Nvidias Schwachstelle. Das Ergebnis: Chip-Cluster, die laut Hersteller 60 Mal schneller Daten übertragen als Nvidias Lösung.
Anfang 2026 genehmigte die Trump-Regierung den Export von H200-Chips nach China. Doch Peking drehte den Spieß um. Die Zollbehörde wies Firmen an, H200-Importe kritisch zu prüfen. Chinesische Firmen sollen die US-Chips nur noch kaufen, wenn es absolut nötig ist.
Der Druck auf die eigene Industrie bleibt damit hoch. Und genau das will Peking.
Humanoide Roboter: Chinas nächste Überholspur
Wenn es nach Frank Sieren geht, wiederholt sich das Muster der E-Auto-Industrie gerade bei humanoiden Robotern. China lässt viele Player antreten, erzeugt Wettbewerb – und fördert massiv.
Die Zahlen sind beeindruckend. Über 140 Start-ups in China arbeiten an humanoiden Robotern. In den USA gibt es nur eine Handvoll. Peking, Shenzhen und andere Städte legten Investment-Fonds über insgesamt mehr als 26 Milliarden Dollar auf – ausschließlich für Robotik.
Laut dem Analyse-Unternehmen Omdia lieferte China 2025 rund 90 % aller weltweit verkauften humanoiden Roboter. Morgan Stanley erwartet, dass der Absatz in China bis 2026 auf 28.000 Roboter steigt.
Warum gerade humanoide Roboter? Sieren erklärt den pragmatischen Grund: Ein Roboter mit sechs Armen und acht Beinen wäre zwar leistungsfähiger. Aber dann müsste man jeden Arbeitsplatz umbauen. Ein Roboter in Menschenform passt direkt an Arbeitsplätze, die für Menschen gedacht sind. Am Fabrikband, im Restaurant, im Krankenhaus.
Dazu kommt ein gesellschaftlicher Druck. China altert schnell. Es droht, nicht genug Menschen für die anfallende Arbeit zu haben. Humanoide Roboter sollen diese Lücke füllen.
Bei der Frühlingsfest-Gala 2026 – dem meistgesehenen TV-Ereignis der Welt – führten Roboter von Unitree, Galbot und MagicLab komplexe Kampfkunst vor. Rückwärtssaltos, Nunchaku-Kämpfe, synchrone Bewegungen. In Europa hätte ein solcher Auftritt vermutlich Angst ausgelöst. In China sorgte er für Begeisterung.
Wer sich für die Verbindung von KI-gesteuerten Voice Agents und humanoider Robotik interessiert, findet dort eine spannende Analyse über die Zukunft dieser Technik.
Chinas Einprodukt-Städte: Extreme Spezialisierung als Strategie
Ein Aspekt aus dem Frank Sieren Interview, den viele überrascht: In China gibt es ganze Städte, die sich auf ein einziges Produkt spezialisieren. Eine Metropole nur für Mikrofone. Eine andere nur für Lampenschirme. Eine dritte nur für Socken.
Warum funktioniert das? Sieren erklärt zwei Gründe.
Erstens: Wenn alle Wettbewerber in einer Stadt sitzen, steigt der Druck enorm. Die Hersteller pushen sich gegenseitig zu besserer Qualität und niedrigeren Preisen. Jeder sieht, was der Nachbar macht.
Zweitens: Die Zulieferer profitieren. Sie müssen nicht in ein riesiges Land liefern, sondern konzentrieren große Mengen an einem Ort. Das senkt die Logistik-Kosten dramatisch. Und die Kunden können in einer Stadt sämtliche Anbieter vergleichen.
Dieses Prinzip der extremen Spezialisierung überträgt China jetzt auf die Tech-Branche. In Shenzhen entsteht ein „Robot Valley". In der Greater Bay Area bündeln sich Hardware-Produktion, Software-Entwicklung und Risikokapital auf engem Raum.
Für Europa ist das eine unbequeme Lektion. Spezialisierung schlägt Breite. Fokus schlägt Vielseitigkeit. Zumindest wenn es um Geschwindigkeit geht.
Energie als Standortfaktor: Warum China pragmatisch handelt
KI braucht Energie. Viel Energie. Und hier zeigt sich ein weiterer Unterschied zwischen China und Europa.
Frank Sieren beschreibt Chinas Vorgehen als pragmatisch. China investiert gleichzeitig in Atomkraft, Kohle, Solar, Wind und Wasser. Es schaltet keine alte Technik ab, bevor die neue bereit ist.
Deutschland hat in kurzer Zeit Kohle, Atomkraft und russisches Gas abgeschaltet. Die Folge: zu hohe Energiepreise für den internationalen Wettbewerb. China macht das anders.
Die Chinesen bauen 100 Mal so viel Solar wie Deutschland. Sie installieren neue Anlagen in einem Umfang, der Europa und die USA zusammen übertrifft. Gleichzeitig betreiben sie die einzigen Atomkraftwerke der vierten Generation. Kleine Module in Massenproduktion – basierend auf der deutschen Kugelschutz-Technik.
Sierens zentraler Punkt: In China ist Technik nie eine Glaubensfrage. Es gibt kein „entweder oder", nur „sowohl als auch". Jede Entscheidung folgt einer nüchternen Abwägung von Vor- und Nachteilen. In Deutschland dagegen hat die Atom-Debatte religiöse Züge angenommen.
Das Tesla-Muster: Fördern, lernen, überholen
Ein besonders lehrreiches Beispiel aus dem Frank Sieren Interview betrifft Tesla. China lud Tesla 2018 ein, eine Gigafabrik zu bauen. Für jedes verkaufte E-Auto gab es staatliche Prämien. In Spitzenzeiten erhielt Tesla 240 Millionen Dollar an Subventionen – vom chinesischen Staat.
Gleichzeitig regierte in den USA Donald Trump. Kein Widerspruch für China. Sieren nennt das „unglaublich pragmatisch".
Doch der Deal hatte ein Ablaufdatum. Tesla diente als Benchmark. Der interne Wettbewerb wurde angeheizt. Über 130 chinesische E-Auto-Hersteller traten an. Ein absurder Wettbewerb – selbst für ein Land mit 1,4 Milliarden Menschen.
Heute haben die Chinesen Tesla technisch überholt. Die Verkaufszahlen von Tesla in China sinken. Der Moh hat seine Schuldigkeit getan, wie Sieren es formuliert. Und dasselbe Muster zeigt sich jetzt bei humanoiden Robotern.
Das Bildungssystem als Geheimwaffe
Ein oft übersehener Faktor im Frank Sieren Interview: Chinas Fokus auf Bildung. Nach 1980 musste China 1,4 Milliarden Menschen ausbilden. Die Strategie war zweigleisig.
Erstens: Jeder lernt lesen und schreiben. Ein großer Unterschied zu Indien, wo Analphabetismus noch weit verbreitet ist.
Zweitens: Elite-Hochschulen aufbauen. Schlaue Kinder sollen aufsteigen können – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Alle machen am selben Tag die gleiche Prüfung. Keine Tricks, kein Bestechen. Der einzige Tag im Jahr, an dem in China nicht gebaut wird – weil Ruhe herrschen muss.
In internationalen Rankings tauchen chinesische Elite-Unis bereits auf. Die Bedingungen dort nähern sich Oxford, Harvard und dem MIT. Und Chinas Patentamt registrierte bis April 2025 über 1,5 Millionen KI-Patente – 38,6 % der weltweiten Gesamtzahl.
Frank Sieren kritisiert, dass Deutschland lieber neue Waffensysteme kauft als Schulen aufzurüsten. Dabei wäre genau das der Hebel für mehr Wettbewerb.
Die Rückkehr der Talente: Warum Silicon Valley Köpfe verliert
Ein brisanter Punkt aus dem Gespräch: Chinesische Forscher und Gründer kehren zurück. Früher mussten sie ins Silicon Valley gehen. Dort gab es das beste Geld, die besten Bedingungen, die besten Teams.
Heute ist das anders. Das Kapital fließt in China schneller und üppiger. Die Fachkräfte sind vor Ort. Die gesamte Lieferkette liegt im Süden Chinas.
DeepSeek wurde mit einem Team aus jungen Leuten entwickelt, von denen kaum noch jemand in den USA war. Und die Greater Bay Area um Shenzhen, Guangdong und Hongkong bietet etwas Einzigartiges: Entwicklung, Produktion, Finanzierung und Zulieferketten an einem Ort.
Sieren beschreibt das so: Ein Hardware-Gründer in China fährt eine Stunde zum Produktionsleiter. Der sagt ihm sofort, wie er sein Produkt massentauglich macht. Im Silicon Valley dauert das eine Woche. Für Start-ups bedeutet das: schnellerer Exit. Und genau das zieht Talente an.
Unter Donald Trump verschärft sich die Lage zusätzlich. Die politische Stimmung gegenüber Chinesen in den USA ist nicht mehr einladend. Ein doppelter Verlust für das Silicon Valley: weniger Talente von außen, weniger Zugang zu schnellen Lieferketten.
Chinas Fünf-Jahres-Plan 2026: Was auf Europa zukommt
Der nächste Fünf-Jahres-Plan Chinas wird im März 2026 offiziell verabschiedet. Im Frank Sieren Interview nennt der China-Experte die Schwerpunkte:
Innovation stärken – noch mehr Förderung, noch breiter, noch tiefer. Der Staat hat deutlich gemacht, dass dies oberste Priorität hat.
Bildung ausbauen – vom Schulsystem bis zu den Elite-Unis. Tech-Begeisterung soll früh vermittelt werden.
Handel diversifizieren – weniger Abhängigkeit von den USA und Europa. Stattdessen Fokus auf den globalen Süden. Wichtig: Nur weniger als 10 % von Chinas Exporten gehen in die USA.
Infrastruktur weiterentwickeln – darunter Züge mit 900 km/h. Basierend auf der deutschen Transrapid-Technik, weiterentwickelt mit Vakuum-Röhren für minimalen Luftwiderstand.
Sierens Rat: Wer diese Pläne als Propaganda abtut, macht einen Fehler. China hält seine Pläne in der Regel ein. Und passt sie schnell an, wenn sich die Umstände ändern.
Europas Fehler: Warum das Belächeln aufhören muss
Vielleicht die wichtigste Botschaft aus dem Frank Sieren Interview: Europa muss aufhören, China zu belächeln. Das Belächeln schadet nur einem – Europa selbst.
Sieren formuliert es so: Wir haben uns jahrzehntelang mit Chinas Schwächen beschäftigt. Richtig und wichtig. Aber wir haben Chinas Stärken fast komplett übersehen. Erst die Autoindustrie, dann Atomkraft, dann KI-Chatbots. Immer wieder wacht Europa morgens auf und reibt sich die Augen.
David Reger von Neura Robotics warnte: Europa dürfe nicht zum Museum werden. Sieren ergänzt: Im schlimmsten Fall werden wir der Freizeitpark für Chinesen, die sich von ihren Innovationen erholen.
Das muss nicht so enden. Aber nur, wenn Europa seine Wettbewerber realistisch einschätzt. Nur wer den Gegner kennt, kann eine vernünftige Strategie entwickeln.
Fazit: Was wir von China lernen können – und müssen
Das Frank Sieren Interview auf dem Everlast AI Kanal ist ein Weckruf. Nicht weil China perfekt wäre. Sondern weil Europa verschläft.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache:
Chinas KI-Modelle wuchsen von 1,2 % auf fast 30 % des Weltmarkts – in nur 12 Monaten. Über 140 Firmen entwickeln humanoide Roboter, während es in den USA eine Handvoll gibt. 83 % der Chinesen sind technik-begeistert, in Deutschland hat jeder Dritte Angst. Die Qwen-Modelle von Alibaba haben über 700 Millionen Downloads. Chinas Open-Source-KI dominiert die Entwickler-Plattform Hugging Face.
Was können deutsche Firmen daraus ableiten? Drei konkrete Schritte.
Erstens: Ausprobieren statt abwarten. Chinesische Open-Source-Modelle sind frei verfügbar. Jedes Unternehmen kann sie heute testen. Wer wartet, bis die perfekte Lösung kommt, wird von denen überholt, die jetzt anfangen.
Zweitens: In KI-Kompetenz investieren. Die Technik allein bringt nichts. Es braucht Menschen, die sie einsetzen können. Das gilt für den Mittelstand genauso wie für den Konzern.
Drittens: Pragmatisch statt ideologisch denken. Nicht jede neue Technik ist gut oder schlecht. Die Balance zählt. Genau das ist Chinas größte Stärke – und Europas größte Schwäche.
Frank Sieren hat eine klare Botschaft: Europa muss von China lernen. Nicht blind kopieren. Aber das Beste übernehmen – so wie China es einst mit dem Westen tat. Pragmatisch statt ideologisch. Langfristig statt kurzfristig. Ausprobieren statt endlos debattieren.
Sein Rat an alle: Lest die Fünf-Jahres-Pläne. Schätzt den Wettbewerber realistisch ein. Und fangt jetzt an, statt morgen.
Das vollständige Frank Sieren Interview findest du auf dem YouTube-Kanal von Everlast AI. Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, um keine Entwicklung im KI-Bereich zu verpassen.





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