Prof. Dr. Gunter Dueck im Interview mit Leonard Schmedding: KI, Autoindustrie und Deutschland

Die deutsche Wirtschaft steht vor einem Umbruch. Künstliche Intelligenz verändert ganze Branchen, die Automobilindustrie verliert zehntausende Jobs und CEOs vertrauen KI mehr als ihrem eigenen Vorstand. Wer diese Themen besser einordnen kann als fast jeder andere? Prof. Dr. Gunter Dueck – Mathematiker, ehemaliger CTO von IBM Deutschland und einer der schärfsten Denker im deutschsprachigen Raum.
Im exklusiven Gespräch mit Leonard Schmedding auf dem Everlast AI Kanal spricht Dueck über Parallelen zwischen dem IBM-Beinahe-Untergang und der deutschen Autokrise, über kulturelle Blockaden in Deutschland und darüber, warum KI die größte Chance für individuelles Lernen bietet. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Aussagen zusammen – und zeigt, was du daraus für 2026 mitnehmen kannst.
Wer ist Prof. Dr. Gunter Dueck?
Gunter Dueck wurde 1951 in Hildesheim geboren. Er studierte Mathematik und BWL in Göttingen. Nach seiner Promotion und Habilitation lehrte er fünf Jahre als Professor an der Universität Bielefeld.
1987 wechselte er zu IBM nach Heidelberg. Dort stieg er zum Chief Technology Officer der IBM Deutschland auf. Er baute das Data-Warehouse-Geschäft mit auf und prägte die technologische Strategie des Konzerns.
Dueck gewann 1990 den IEEE Prize Paper Award für Nachrichtenidentifikation. Er trägt die Titel IBM Distinguished Engineer, Master Inventor sowie IEEE Fellow. Seit 2011 arbeitet er als freier Autor und Speaker.
Bekannt wurde er durch Bücher wie „Schwarmdumm" und „Das Neue und seine Feinde". Sein Spitzname bei IBM lautete „Wild Duck" – der Querdenker. Genau diese Rolle füllt er bis heute aus.
Deutsche Automobilindustrie: Parallelen zum IBM-Niedergang
Dueck erlebte bei IBM hautnah, wie ein Weltkonzern fast unterging. Der Grund: IBM hielt zu lange an teuren Großrechnern fest. Cloud Computing kam auf – und IBM reagierte zu spät.
Die Zahlen waren klar. Amazon bot Web Services für wenige Cent pro Stunde an. IBMs Vertrieb sagte: „Das ist zu billig. Da verdienen wir nichts." Doch genau diese günstige Lösung eroberte den Markt. Die
mächtigsten Vertriebsleute bei IBM verloren ihre Daseinsberechtigung. Kunden bestellten Server per Mausklick – ohne 100-seitige Verträge und teure Verkaufsverhandlungen.
Dueck beschreibt die innere Dynamik bei IBM so: Jeder wusste, dass sich etwas ändern musste. Doch niemand wollte den ersten Schritt gehen. Die Vertriebskosten für einen Großrechner lagen bei einer halben Million Euro. Bei Cloud-Diensten für wenige Cent pro Stunde fiel dieses Modell komplett weg.
Heute sieht Dueck exakt dieselben Muster in der deutschen Autoindustrie. Die Zahlen bestätigen seine Warnung. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie bis Ende Q3 2025 um rund 48.700 – ein Minus von 6,3 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit 2011.
Ein Blick auf die EY-Studie von 2025 zeigt sogar noch dramatischere Zahlen: Fast jeder zweite in Deutschland verlorene Industriejob entfiel auf die Autoindustrie. Die Branche sichert mit ihrer Zulieferkette rund 2,2 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland. Besonders hart trifft es die Zulieferer: Dort brach die Beschäftigung um über 11 Prozent ein. Gleichzeitig wuchs der globale Batterieautomarkt im dritten Quartal 2025 um 48 Prozent.
Chinesische Hersteller wie BYD, Xiaomi und Xpeng bauen Fabriken in Thailand, Indonesien und Kasachstan. Ihre Autos kosten oft nur ein Drittel vergleichbarer deutscher Modelle. Ein Xiaomi-Sportwagen, vergleichbar mit einem Porsche Taycan, gibt es für einen Bruchteil des Preises.
Dueck betont: Diese Firmen brauchen noch drei bis fünf Jahre für den Aufbau von Händler- und Werkstattnetzen in Europa. Doch dann werde es ernst. Daimler hat bereits eigene Autohäuser verkauft. Tankstellen verschwinden langsam. Die Kultur des Autokaufs ändert sich grundlegend – und Deutschland reagiert zu langsam.
Die 15-Jahres-Regel: Warum echte Disruption so lange dauert
Dueck beschreibt ein Muster, das sich durch viele Branchen zieht. Von der ersten Idee bis zum echten Durchbruch vergehen etwa 15 Jahre.
Bei Amazon starteten die Web Services 2006. Erst 2014 erzielte die Sparte den ersten Milliardenumsatz. Bücher gab es online ab 1996. Doch erst ab 2010 sahen Händler Amazon als ernste Gefahr.
Dasselbe Muster erkennt Dueck bei Robotaxis, humanoiden Robotern und Elektroautos. Die Technologie reift still im Hintergrund. Die meisten bemerken den Wandel erst, wenn er bereits unumkehrbar ist.
Das Problem in Deutschland: Entscheider nehmen kleine Stückzahlen als Beruhigung. Xpeng hat erst 5.000 Autos in Europa verkauft. Doch genau so begann auch Amazon – langsam, leise und dann plötzlich dominant.
CEOs vertrauen KI mehr als dem eigenen Vorstand
Eine Studie der KI-Plattform Dataiku aus dem Jahr 2025 liefert erstaunliche Ergebnisse. 95 Prozent der deutschen CEOs geben zu: Ein KI-Agent könnte bei Geschäftsentscheidungen genauso guten oder besseren Rat geben als ein Vorstandsmitglied. Die Studie befragte über 500 CEOs in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Noch deutlicher: 93 Prozent der deutschen CEOs wünschen sich einen KI-Experten im Vorstand. Und 90 Prozent glauben, dass KI-Agenten einen besseren Strategieplan entwickeln als ein Mitglied ihres Führungsteams. Fast die Hälfte der befragten deutschen CEOs schätzt, dass sie drei bis vier Führungskräfte durch KI ersetzen könnten.
Auch Sundar Pichai, CEO von Google, äußerte sich klar. In einem BBC-Interview im November 2025 sagte er sinngemäß: Was ein CEO tue, gehöre zu den einfacheren Aufgaben, die KI eines Tages übernehmen könne. Er verwies darauf, dass KI in den nächsten zwölf Monaten komplexe Aufgaben autonom erledigen werde. OpenAI-CEO Sam Altman erklärte sogar, er würde den Tag begrüßen, an dem KI seinen Job besser erledige als er selbst.
Gleichzeitig zeigt die BCG-Studie „AI at Work 2025": 67 Prozent der deutschen Beschäftigten nutzen bereits generative KI. Doch nur 36 Prozent fühlen sich darauf vorbereitet. Über die Hälfte greift sogar zu
nicht autorisierten KI-Tools – die sogenannte Schatten-KI. Das zeigt: Die Technologie verbreitet sich schneller als Unternehmen reagieren.
Dueck erklärt dieses Phänomen aus eigener Erfahrung bei IBM. Vorstände agierten oft wie Politiker im Wahlkampf. Sie hielten glatte Reden, die von Pressestellen geprüft und von Redenschreibern formuliert würden. KI dagegen liefert sachliche, interessenfreie Antworten. Genau das schaffe Vertrauen – bei CEOs, Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen.
Dueck selbst nutzt KI täglich für praktische Probleme. Er lässt sich Ratschläge für Hardware-Probleme geben, konfiguriert Drucker und holt sich vor Arztbesuchen erste Einschätzungen. Die KI sei unendlich geduldig und frei von eigenen Interessen. Anders als manche Ärzte, die womöglich unnötige Behandlungen empfehlen, gebe die KI neutral Auskunft.
Wer als AI Automations Manager Unternehmen dabei unterstützt, KI strategisch in Entscheidungen einzubinden, arbeitet genau an dieser Schnittstelle.
Deutschlands Kulturproblem: „Culture Eats Strategy for Breakfast"
Dueck benennt ein tiefgreifendes kulturelles Problem. Deutschland feiere seine Forschung, setze sie aber nicht um. Er sagt sinngemäß: Wir haben kein Erkenntnisproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem.
Patente meldet Deutschland reichlich an. In Innovationsrankings schneidet das Land gut ab. Doch aus Patenten entstehen zu selten Unternehmen. Die Forschung bleibt im Labor stecken.
Das zweite Problem: Fördermittel-Abhängigkeit. Deutsche Firmen wirtschaften oft so, dass sie nur mit Förderung profitabel sind. Fällt die Förderung weg, brechen sie zusammen. Das sah man bei Solar, bei Wind – und es droht jetzt bei Batterien.
Dueck nennt das Beispiel der Stromabnehmer-Strecke bei Frankfurt. Siemens hatte die Idee 2010. Es folgten jahrelange Anträge, wechselnde Partner und Doktorarbeiten. 2019 ging die Strecke in den Probebetrieb. 2024 wurde das Projekt als „erfolgreich beendet" erklärt – ohne praktisches Ergebnis.
Im Gegensatz dazu erstellte China 2009 einen Fünfjahresplan für Elektroautos und Batterien. 15 Jahre später steht die Infrastruktur. BYD produziert in Serie. Xiaomi baut eigene KI-Modelle.
Die Macht der Berater – und warum sie Deutschland bremsen
LinkedIn zeige laut Dueck gefühlt Millionen von Coaches für Transformation, Agilität und New Leadership. Unternehmen kauften massenhaft Beratung ein. Trotzdem passiere nichts.
Duecks Erklärung: Die meisten Berater arbeiten methodenfixiert. Sie folgen starren Frameworks. Das funktioniert für Prozessoptimierung. Doch für echte Innovation braucht es etwas anderes.
In Konzernen sitzen laut Dueck zu 85 Prozent regelorientierte Manager an der Spitze. Die kreativen „Nerds" arbeiten darunter – und werden selten gehört. Beide Gruppen verstehen sich kaum. Manager wollen Excel-Zahlen. Nerds denken in Systemen und Bildern.
Diese Spaltung verhindere echte Veränderung. Wer innovieren will, braucht Freiraum für unkonventionelle Denker. Doch das deutsche Managementsystem belohnt Regelkonformität – nicht Kreativität.
KI als Chance für artgerechtes Lernen
Dueck spricht seit Jahren von der „artgerechten Haltung des Menschen". Damit meint er: Jeder Mensch lernt anders. Manche visuell, manche auditiv, manche durch Ausprobieren.
Das Schulsystem behandelt alle gleich. Es trainiert den „Normenmenschen" – also den regelorientierten, oralen Lerntyp. Wer anders tickt, fällt durchs Raster. Körperorientierte Lerntypen bekommen im schlimmsten Fall Ritalin.
Künstliche Intelligenz bietet hier eine gewaltige Chance. Wer auditiv lernt, spricht mit dem Voice-Modus von ChatGPT oder Claude. Wer visuell lernt, lässt sich Grafiken und Präsentationen erstellen. Wer durch Praxis lernt, nutzt KI als geduldigen Tutor.
Dueck bestätigt: Er selbst nutze KI täglich. Für die Einstellung seines neuen Mac-Bildschirms. Für Drucker-Probleme. Sogar für erste Einschätzungen vor Arztbesuchen. Die KI sei geduldig, interessenfrei und jederzeit verfügbar.
Das erlebe auch Leonard Schmedding in seinem Arbeitsalltag. Er lernt auditiv und nutzt den Advanced Voice Mode. Andere im Team erstellen sich lieber visuelle Zusammenfassungen. Genau das zeigt: KI demokratisiert Bildung auf eine völlig neue Art.
Warum regelorientierte CEOs als Erste ersetzbar sind
Dueck liefert eine provokante These. Die regelorientierten Manager an der Spitze deutscher Konzerne sind am leichtesten durch KI ersetzbar. Genau das bestätigt auch Sundar Pichai.
Der Grund: Diese Manager arbeiten mit festen Prozessen. Sie analysieren Excel-Tabellen, erstellen Business Cases und folgen bewährten Mustern. All das kann eine KI schneller und präziser.
Die kreativen „Nerds" hingegen denken assoziativ. Sie kombinieren Ideen aus verschiedenen Bereichen. Sie sehen Muster, wo andere nur Zahlen sehen. Diese Fähigkeit ist für KI bislang schwerer zu replizieren.
Dueck beschreibt, wie bei IBM die Cloud-Diskussion verlief. Manager wollten sofort Umsatzzahlen sehen. Dueck erklärte: Erst müsse man die Infrastruktur aufbauen. Das koste Zeit und Geld. Der Finanzchef unterbrach ihn: „Dies ist keine Vorlesung. Setzen Sie sich hin."
Inhaltliche Diskussion fand nicht statt. Nur Zahlen. Genau dieses Verhalten macht Manager ersetzbar – und erklärt, warum so viele CEOs der KI bereits mehr vertrauen als ihren eigenen Führungsteams.
Chinas Industriepolitik vs. deutsches Förderchaos
Dueck zieht einen scharfen Vergleich. China setze klare Zehn-Jahres-Ziele und ziehe sie durch. Deutschland verzettele sich in Anträgen, Stakeholdern und Leuchtturmprojekten.
Das Ergebnis: China dominiert bei Elektroautos, Batterien und zunehmend bei humanoiden Robotern. Deutsche Firmen forschen noch – während chinesische Konzerne bereits in Serie produzieren.
Palantir-CEO Alex Karp formulierte es so: Der Westen habe jahrzehntelang Kapital und Talente auf triviale Konsumprodukte konzentriert statt auf Durchbruchstechnologien. Das Apollo-Raumfahrtprogramm müsse der Maßstab sein – nicht das nächste Smartphone-Update.
Dueck stimmt zu. Deutschland brauche keine Förderanträge. Es brauche eine Willensentscheidung: „Wir gehen auf Robotaxis. Punkt." Dann Förderung – aber mit Erfolgskontrolle und langfristiger Begleitung. Nicht als Einmal-Subvention, die nach fünf Jahren verschwindet.
Die Realität sieht anders aus. Ministerien errichten Forschungsinstitute in ihren Wahlkreisen. Dueck fragt: „Warum erforschen wir, was man woanders schon kaufen kann?"
Prognosen für 2026: Robotaxis, humanoide Roboter und Flugtaxis
Dueck blickt nach vorn – und seine Prognosen sind konkret. Wer ihm zuhört, erkennt schnell: Die nächsten zwei bis drei Jahre bringen massive Veränderungen.
Robotaxis kommen in Serie. Amazon testet bereits Flotten für Lieferfahrzeuge. Die Kostenstruktur sei klar: Bei LKWs mache der Fahrer 60 Prozent der Kosten aus. Ohne Fahrer fährt der Truck rund um die Uhr. Er muss nicht acht Stunden an der Autobahn schlafen. Die Lieferzeit halbiert sich. Kühlketten bleiben stabil. Das sei ein „idioteneinfacher Business Case", wie Dueck es nennt.
Auch praktische Details hat er bereits durchdacht. Ein Robotaxi müsse nicht luxuriös sein. Es müsse in drei Sekunden ausspritzbar sein – wie eine Nasszelle im Ibis Hotel. Einmal mit dem Hochdruckreiniger durch und es ist sauber. So lasse sich eine ganze Flotte effizient betreiben.
Humanoide Roboter stehen vor dem Durchbruch. Dueck empfiehlt, den chinesischen Hersteller Unitree zu googeln. Dort füllt sich der halbe Bildschirm mit Robotern. Die Preise liegen zwischen 5.000 und 100.000 Euro. Ein Pflegeroboter koste heute etwa 25.000 Euro. Das entspricht dem Preis eines Mittelklassewagens. Und die Preise fallen weiter.
Das Besondere an humanoiden Robotern: Sie brauchen keine klassische Programmierung. Dueck erklärt: Wir bauen einen Roboter, der wie ein Mensch aussieht und sich bewegt. Dann sagen wir ihm: Schau dir eine Stunde Spargelstechen an. Danach macht er es selbst. Die Sprache wird zum Programmiercode. Ein einziges Software-Update – vergleichbar mit Android – reicht für alle Roboter weltweit.
Flugtaxis gehen in China bereits in den regulären Betrieb. Xpeng-Tochter AEGE (vormals AeroHT) baut Autos, deren Dach sich öffnet und vier Drohnenflügel freigibt. In Shanghai dürfen diese Fahrzeuge bereits fliegen. Für Touristeninseln mit Bergen dazwischen ergibt das sofort Sinn: kein Tunnel, kein Schiff, einfach rüberfliegen. Die Serienproduktion startet 2026.
In Deutschland dagegen lacht man über solche Ideen. Dueck berichtet: Er habe einen Flug vom Messezentrum Frankfurt zum Flughafen vorgeschlagen. Die Antwort war sinngemäß: „Das wird in Deutschland nie erlaubt." In China ist es bereits erlaubt.
Für die deutsche Wirtschaft empfiehlt Dueck eine klare Fokussierung auf physische Infrastruktur. Die Theorie des Harvard-Professors Clayton Christensen besage: Die Wirtschaft blühe immer dann auf, wenn neue Technologien hohe Investitionen erfordern. KI allein sei zu „dematerialisiert" für einen breiten Aufschwung. Aber Robotaxis, humanoide Roboter und die dafür nötige Infrastruktur – das schaffe reale Arbeitsplätze in Wartung, Betrieb, Logistik und Bau.
Was jeder Einzelne jetzt tun sollte
Dueck gibt klare Empfehlungen für 2026 und darüber hinaus. Seine Tipps richten sich an Arbeitnehmer, Studenten und Unternehmer.
Handwerk bleibt sicher. KI ersetzt keine Klempner, Elektriker oder Maurer. Wer praktisch begabt ist, findet dort einen zukunftsfesten Beruf. Auch in Zeiten von Robotern braucht es Menschen, die vor Ort reparieren und installieren.
Technik-Berufe wachsen. Die Nerds dieser Welt können Technik studieren und profitieren direkt von KI, Robotik und Automatisierung. Neue Berufsbilder entstehen rund um humanoide Roboter, Robotaxis und KI-Systeme.
BWL allein reicht nicht mehr. Dueck warnt: Wer aus Orientierungslosigkeit BWL studiert, trifft womöglich keine gute Wahl. Genau diese Routinearbeit aus Regeln, Prozessen und Excel-Tabellen übernimmt KI am schnellsten. Der durchschnittliche BWL-Manager ist das Gegenteil eines kreativen Problemlösers – und damit am stärksten gefährdet.
Lebenslanges Lernen ist der Meta-Skill. Dueck abonniert täglich sieben Newsletter allein zum Thema chinesische Elektrofahrzeuge. Wer am Puls der Zeit bleibt, sieht Trends früh – und kann handeln. Er warnt vor LinkedIn-Coaches, die Empathie und Kreativität als die neuen Kernfähigkeiten verkaufen. Beides lässt sich nicht in einem zweitägigen Workshop erlernen.
Nicht auf Sicherheit warten. Die größte Gefahr sei Abwarten. Wer erst handelt, wenn der Wandel offensichtlich ist, kommt zu spät. Das habe die Geschichte von IBM, Kodak und Nokia gezeigt. Und die deutsche Autoindustrie stehe gerade an genau diesem Wendepunkt.
Wer sich heute mit KI-Agenten beschäftigt und versteht, wie diese Technologie Branchen transformiert, verschafft sich einen klaren Vorsprung.
Fazit: Deutschlands größte Chance liegt in der Umsetzung
Prof. Dr. Gunter Dueck liefert in diesem Gespräch eine messerscharfe Analyse. Die Parallelen zwischen IBMs Beinahe-Untergang und der deutschen Autoindustrie sind frappierend. Beide Male hielten Konzerne zu lange am Alten fest – während neue Wettbewerber leise, aber stetig aufholten.
Die Lösung liegt nicht in mehr Forschung oder mehr Beratung. Deutschland braucht klare Ziele, mutige Entscheidungen und die Bereitschaft, echte Ressourcen in die Umsetzung zu stecken. China macht es vor. Die USA ebenfalls.
KI ist dabei nicht nur Bedrohung. Sie ist das mächtigste Werkzeug für individuelles Lernen, bessere Entscheidungen und neue Berufsfelder. Wer KI versteht und nutzt, profitiert. Wer abwartet, wird von der Entwicklung überrollt.
Das vollständige Gespräch zwischen Leonard Schmedding und Prof. Dr. Gunter Dueck findest du auf dem YouTube-Kanal von Everlast AI. Abonniere den Kanal, um keine Folge zu verpassen – und zu den Ersten zu gehören, die wissen, was in zwei bis drei Jahren kommt.




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