KI-Experten reagieren: „12 Monate bis zum UMBRUCH!" Singularität, Claude Code, China & Jobverluste

Vier führende KI-Experten analysieren die dramatischen Entwicklungen im KI-Markt 2026. Von Claude Code über chinesische Video-KI bis zur Frage, ob wir die Kontrolle verlieren. Ein Gespräch, das zeigt: Die KI-Welt verändert sich schneller, als die meisten ahnen.
Alle paar Wochen fühlen sich wie Jahre an. So beschreibt Leonard Schmedding die aktuelle Lage in der KI-Branche. Für die neue Folge des Everlast AI Podcasts hat er gleich drei hochkarätige Gäste eingeladen: Prof. Dr. Pero Mičić, internationaler Experte für Zukunfts-Strategien. Prof. Dr. Andreas Moring, Professor für digitale Wirtschaft und KI an der IAS Hamburg. Und Kim Isenberg, KI-Unternehmer mit einem der erfolgreichsten KI-Newsletter weltweit.
In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Erkenntnisse aus über zwei Stunden Expertendiskussion. Es geht um Claude Code, den Wettstreit zwischen OpenAI und Anthropic, Chinas KI-Offensive, humanoide Roboter und die Frage: Was bedeutet das alles für dich und dein Unternehmen?
Claude Code: 4 % aller GitHub-Commits und die Prognose steigt
Die Zahlen sprechen für sich. Claude Code erzeugt bereits 4 % aller öffentlichen GitHub-Commits. Die Prognose: 20 % bis Ende 2026. Anthropic selbst gibt an, dass nahezu 100 % des internen Codes KI-generiert wird.
Prof. Dr. Andreas Moring ordnet das ein: „Das ist nicht nur Marketing. Das ist der Beweis, dass KI-Anwendung im professionellen Alltag angekommen ist." Wer diese Werkzeuge nicht nutzt, verliert laut Moring innerhalb weniger Wochen den Anschluss.
Leonard Schmedding bestätigt das aus eigener Erfahrung. Opus 4.6 sei für ihn ein absoluter Wendepunkt. Nahezu jede Programmier-Aufgabe lasse sich damit lösen. Auch Wissensarbeit werde damit in großen Teilen automatisiert.
Kim Isenberg ergänzt: „Es ist jetzt ein Wendepunkt. Die Veränderung im gesamten Bereich der Software-Erstellung lässt sich nicht mehr leugnen." Er verweist darauf, dass selbst Entwickler bei Spotify keinen eigenen Code mehr selbst schreiben.
Dario Amodei, CEO von Anthropic, hatte noch im Herbst 2025 prognostiziert, dass 90 % des Codes bis Ende des Jahres von KI stammen würde. Diese Prognose wurde nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Die Realität zeigt: Es sind bereits nahezu 100 %.
Wer als Unternehmen jetzt nicht handelt, riskiert den Anschluss an den Wettbewerb. Gerade für Firmen, die KI-Agenten erstellen und in den Alltag bringen wollen, sei Claude Code ein entscheidender Hebel.
Besonders spannend: OpenClaw von Peter Steinberger löst großes Aufsehen aus. Der Open-Source-Agent musste wegen einer Marken-Problematik umbenannt werden. Jetzt erhält Steinberger Angebote von Meta und OpenAI. Das zeigt, wie heiß der Markt für autonome KI-Agenten gerade ist.
Anthropic vs. OpenAI: Der Werbekrieg beim Super Bowl
Zum ersten Mal treten Anthropic und OpenAI in einem öffentlichen Werbeformat gegeneinander an. Anthropic schaltet satirische Spots mit Titeln wie „Deception" und „Betrayal". OpenAI kontert mit einem optimistischen Super-Bowl-Spot.
Prof. Dr. Pero Mičić erkennt darin klassische strategische Positionierung: „Es geht um Vertrauen. Das ist der entscheidende Differenzierungspunkt." Anthropic positioniere sich als vertrauenswürdige Alternative. Langfristig sei das die richtige Strategie, besonders mit Produkten wie Claude Cowork und Claude Code.
Kim Isenberg sieht die Lage ausgeglichener. Nach der Veröffentlichung von GPT 5.2 Codex habe sich die Stimmung gegenüber OpenAI verbessert. Beide Unternehmen bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Doch die Werbung von Anthropic sei deutlich kreativer gewesen.
Andreas Moring betont den Kontext: „Diese Clips liefen beim Super Bowl. Sie richten sich nicht an Experten, sondern an den Otto-Normal-Nutzer." Und genau dort habe Anthropic besser getroffen. Der Spot spielt geschickt mit dem Gefühl, dass viele Menschen von oberflächlichen KI-Antworten genervt sind.
Der XAI-SpaceX-Mega-Merger: 308 Milliarden Dollar und ein Plan
Parallel zum Wettstreit der KI-Giganten vollzieht sich der größte Merger der Geschichte. SpaceX übernimmt XAI für 1,25 Billionen Dollar, 7,6 Mal größer als die AOL-Time-Warner-Fusion. Inflationsbereinigt liegt der Wert bei 308 Milliarden Dollar.
Kim Isenberg sieht darin vor allem eine Notwendigkeit: „XAI allein steht nicht besonders gut da. Grok als LLM wird kaum genutzt oder eingekauft. Es ist kein schlechtes Modell, aber es erzeugt kaum Aufmerksamkeit." Die Fusion gebe XAI die finanzielle Basis, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen.
Prof. Dr. Pero Mičić identifiziert tiefere Synergien. Die Vision von orbitalen KI-Rechenzentren brauche sowohl die KI selbst als auch die Weltraum-Infrastruktur. Er verweist auf Eric Weinsteins These: „Mit fossilen Brennstoffen können wir zum Mond fliegen. Aber um darüber hinaus zu kommen, brauchen wir neue Physik. Und dafür brauchen wir zuerst die KI."
Vor dem Hintergrund der bevorstehenden IPOs von OpenAI und Anthropic im Jahr 2026 sei die Bündelung der Kräfte strategisch sinnvoll. Kim Isenberg schätzt die kommenden Bewertungen auf über 380 Milliarden Dollar. „Das sind wirklich große Schiffe."
Seedance 2.0: Chinas KI-Offensive bei Video-Erstellung
Eine der größten Überraschungen der letzten Wochen: Seedance 2.0 aus China übertrifft US-amerikanische Video-KI-Modelle. Kim Isenberg beschreibt es als „ChatGPT-Moment für Text-to-Video".
Er sagt: „Das war das erste Mal, dass ich bei einem Clip nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden konnte. Das hätte ich von OpenAI oder Google erwartet. Nicht von einem chinesischen Modell."
Prof. Dr. Andreas Moring ist weniger überrascht. China investiere seit Jahren massiv in Video- und Kommunikations-KI. Der Grund: E-Commerce, Social Media und Werbung seien dort die stärksten Märkte. „China zeigt: Wir sind nicht abgehängt. Rechnet mit uns."
Prof. Dr. Pero Mičić verweist auf Chinas langjährige KI-Strategie. Der Fokus lag immer auf der Anwendung, nicht nur auf Grundlagen-Modellen. Das sei ein Muster, das bereits seit 2018 erkennbar ist.
Besonders bemerkenswert: China erreicht diese Ergebnisse trotz massiver Hardware-Beschränkungen. US-Exportkontrollen erschweren den Zugang zu modernen Nvidia-GPUs. Kim Isenberg fragt sich: „Wie schaffen sie das mit begrenzter Rechenleistung? Das ist die eigentlich spannende Frage."
Matt Schumers Essay: „Something Big is Happening"
Der virale X-Post von Matt Schumer mit über 80 Millionen Aufrufen löst eine breite Debatte aus. Er beschreibt, wie KI seine gesamte Arbeit als Programmierer verändert hat. Vier Stunden Arbeit, und das fertige Produkt steht.
Kim Isenberg erklärt, warum dieser Text so besonders ist: „Es gibt nichts Neues darin. Aber es zeigt aus der Perspektive eines Nutzers, warum der Wendepunkt erreicht ist." Er vergleicht es mit seiner eigenen Erfahrung. In seiner privaten Umgebung nutzen viele nur die kostenlose Version von ChatGPT. Für sie fühlt es sich wie eine leichte Verbesserung an.
Prof. Dr. Pero Mičić ergänzt: „Die persönliche Erfahrung verändert die Überzeugung." Wer selbst erlebt, wie eine KI in wenigen Stunden funktionsfähige Software erstellt, versteht die Tragweite. Doch die Mehrheit hat diesen Moment noch nicht erlebt.
Andreas Moring zieht einen eindrucksvollen Vergleich. Er zitiert Dario Amodei: „Es ist, als würde plötzlich ein neuer Staat mit 25 Millionen Einwohnern entstehen, alle auf Nobelpreis-Niveau." Wenn das in der realen Welt passieren würde, gäbe es kein anderes Thema.
Die Enterprise-Lücke: Warum große Unternehmen hinterherhinken
Trotz aller Fortschritte zeigt sich eine ernüchternde Realität. 97 % der Unternehmen testen KI, doch nur 31 % erreichen den Produktions-Status. Die Kluft zwischen dem, was möglich ist, und dem, was tatsächlich umgesetzt wird, bleibt riesig.
Leonard Schmedding berichtet aus seiner Praxis. Große deutsche Unternehmen brauchen teilweise zwei Jahre, nur um einen Coding-Assistenten einzuführen. „Und wir reden hier nicht einmal über Claude Code oder autonome Agenten."
Prof. Dr. Pero Mičić sieht das Problem in der Organisationsstruktur. Hierarchische Unternehmen können sich nicht schnell genug anpassen. Er vergleicht es mit dem Militär: „Eine strikt hierarchische Armee kann sich nicht als Netzwerk von agilen Teams reorganisieren."
OpenAI reagiert darauf mit dem Palantir-Playbook. Hunderte „Forward Deployed Engineers" gehen direkt zu den Kunden. Sie identifizieren konkrete Einsparungen und setzen die Lösung innerhalb einer Woche um.
Andreas Moring versteht den Ansatz: „Es ist vernünftiger, sich von denen helfen zu lassen, die die Technik entwickelt haben, als vom dritten oder vierten Berater."
Humanoide Roboter: OpenAIs geheimes Labor und Chinas Vorsprung
OpenAI baut ein geheimes Robotik-Labor in San Francisco auf. 100 Datensammler arbeiten in drei Schichten und erfassen Daten für Haushalts-Aufgaben. Gleichzeitig zeigt das Start-up Allonic eine biomimetische Roboterhand für nur 50 Dollar.
Kim Isenberg erklärt den Hintergrund: „Es gibt schlicht keine Daten. Das Internet ist voll mit Videos. Aber Videos aus der eigenen Perspektive, wie eine Hand etwas greift, existieren kaum." Wer diese Daten zuerst sammelt und aufbereitet, verschafft sich einen massiven Vorsprung.
Prof. Dr. Pero Mičić ordnet ein: Bereits 2016 konnte ein Roboter menschliches Gewebe nach einer Operation besser nähen als ein durchschnittlicher Chirurg. Die Fähigkeit war da. Was fehlte, war die Intelligenz dahinter. Genau das ändert sich jetzt mit den neuen KI-Modellen.
China ist in der praktischen Umsetzung weit voraus. 250.000 Robotaxi-Fahrten pro Woche, 18 automatisierte Hafenterminals und 90 % aller humanoiden Roboter weltweit stehen in China. Das Land liegt laut Schätzungen nur sieben Monate hinter den US-Frontier-Modellen, aber Jahre voraus bei der Anwendung.
Der Energie-Hunger der KI: 10 Gigawatt und die Folgen
Anthropic plant eigene Rechenzentren mit 10 Gigawatt Kapazität und Budgets von 180 Milliarden Dollar bis 2029. Das entspricht dem Strombedarf von etwa 25 Millionen Haushalten pro Jahr.
Kim Isenberg warnt: „Die eigentliche Grenze der KI ist nicht die Rechenleistung. Es ist die Energie." In den USA regen sich erste Bürgerproteste gegen steigende Strompreise. Anthropic und Microsoft versprechen, die Kosten für Verbraucher zu übernehmen. Ob das langfristig funktioniert, bleibt offen.
China geht das Energie-Problem mit massivem Ausbau erneuerbarer Energien an. Besonders im Bereich Solar-Energie hat das Land eine Kapazität aufgebaut, die alles übertrifft, was die USA zuvor geschafft hatten.
Prof. Dr. Andreas Moring sieht einen grundlegenden Wandel: „Die Unternehmen nehmen die Infrastruktur selbst in die Hand. Sie warten nicht mehr auf die Politik." Ohne Strom funktioniere schlicht nichts. Das verändere das gesamte Investment- und Geschäftsmodell.
Deutschlands Position: Zwischen Skepsis und Chance
Deutschland steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Prof. Dr. Andreas Moring beschreibt eine tief verwurzelte Technik-Skepsis im Bildungssystem. „In den Schulbüchern und Lehrplänen steckt eine große technische Skepsis, fast schon Feindseligkeit."
Prof. Dr. Pero Mičić ergänzt: „Das Wort Technik-Folgenabschätzung gibt es nur auf Deutsch. Im Englischen heißt es Technology Foresight oder Technology Analysis. Bei uns heißt es: Folgen abschätzen. Diese Haltung hemmt uns."
Doch die Experten sehen auch Chancen. Deutschland besitzt Stärken im Maschinen-Bau und in der Automatisierung. Vertrauen und Sicherheit könnten ein Differenzierungsmerkmal sein, gerade gegenüber chinesischen Produkten. Aber das Zeitfenster schließt sich.
Moring mahnt: „Wir können nicht fünf oder sechs Jahre warten. Diesen Vorsprung oder diese Chance müssen wir jetzt nutzen." In zwei bis drei Jahren müsse Deutschland in die breite Anwendung gehen. Wer sich zum AI Automations Manager weiterbildet, verschafft sich dabei einen klaren Vorteil.
Die Singularität bis Juli 2034? Was die Daten zeigen
Leonard Schmedding präsentiert eine Studie, in der fünf KI-Metriken auf eine Hyperbel-Kurve gepasst wurden. Vier von fünf Metriken zeigen einen besseren Fit als eine lineare Kurve. Der berechnete Punkt: 18. Juli 2034.
Ab diesem Zeitpunkt produziert KI so viel Wissen, dass kein Mensch mehr folgen kann. Das ist die Kern-Aussage der Studie.
Kim Isenberg ergänzt eine oft übersehene Perspektive: „Die Modelle werden nicht nur besser. Sie werden pro Jahr um den Faktor 10 günstiger." Selbst ohne weitere Verbesserungen würde die Verbreitung massiv zunehmen, weil die Kosten sinken.
Prof. Dr. Andreas Moring sieht das positiv: „Singularität hat immer eine negative Konnotation. Aber was wirklich passiert, ist eine Überfluss-Ära des Wissens." Die eigentliche Frage sei: Wo finden Menschen noch ihren Platz?
Pero Mičić bringt es auf den Punkt: „Gegen digitale und physische KI zu konkurrieren ist sinnlos. Wir müssen dort konkurrieren, wo wir besser sind. Und das heißt: ein exzellenter Mensch sein."
Arbeiten wir bald mehr statt weniger?
Eine Harvard-Business-Review-Studie liefert eine überraschende Erkenntnis. KI-Nutzer arbeiten schneller, breiter und länger. 64 % berichten von erhöhter Arbeitslast. Nur 5 % nutzen KI zur echten Entlastung.
Leonard Schmedding bestätigt das aus eigener Erfahrung: „Ich habe immer viel gearbeitet. Aber seit Tools wie Claude Code existieren, arbeite ich noch mehr, weil es einfach mehr Spaß macht."
Kim Isenberg differenziert: „Wenn du für dich selbst arbeitest und die Möglichkeiten siehst, fühlt sich das nicht wie Last an. Es fühlt sich an wie: Ich kann Dinge tun, die ich nie für möglich gehalten hätte." Er zitiert Andrej Karpathy: „Englisch ist die beste Programmier-Sprache." Die Hürden, Ideen zu verwirklichen, fallen immer weiter.
Prof. Dr. Pero Mičić unterscheidet klar zwischen Effizienz und Produktivität. Wer die gleiche Aufgabe mit weniger Aufwand erledigt, spart Zeit. Wer das frei werdende Potenzial nutzt, erreicht Dinge, die vorher unmöglich waren. „Das ist intellektueller Hochleistungssport."
Andreas Moring bringt das Konzept der „doppelten Führungskompetenz" ein. Führungskräfte müssen künftig sowohl Menschen als auch KI-Assistenten und Agenten managen. Das sei eine völlig neue Management-Qualifikation. Es reiche nicht mehr, nur Mitarbeiter zu koordinieren. Wer KI-Werkzeuge, Agenten und automatisierte Workflows steuern kann, verschafft sich einen klaren Vorteil in der Arbeitswelt von morgen.
Das goldene Zeitalter oder der Kontrollverlust?
Die Experten debattieren eine der großen Fragen unserer Zeit: Erleben wir den Beginn eines goldenen Zeitalters der Wissenschaft oder den Beginn eines Kontrollverlustes?
Mustafa Suleiman, CEO von Microsoft AI, spricht von 12 bis 18 Monaten, bis KI massive Auswirkungen auf den White-Collar-Sektor hat. Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind, beschreibt eine „Ära des Überflusses".
Kim Isenberg nimmt beide Aussagen ernst. Suleiman habe mit seinem Buch „The Coming Wave" vieles vorhergesagt, was jetzt eintritt. Und Hassabis sei nicht dafür bekannt, zu übertreiben. Wenn beide ähnliche Prognosen abgeben, sollte das Gewicht haben.
Andreas Moring stellt die entscheidende Frage: „Der Überfluss muss von jemandem konsumiert werden. Was passiert mit der Kaufkraft, wenn Menschen ihre Arbeit verlieren?" Es könne noch so viel produziert werden. Wenn die Nachfrage auf der anderen Seite wegbricht, stehe alles auf wackeligen Beinen.
Pero Mičić sieht die Lösung in einer Kombination aus Produktivitäts-Steigerung und sozialem Ausgleich. Er spricht sich für eine negative Einkommensteuer aus, die das gesamte Sozialsystem vereinfacht. Finanziert werden soll das über die Umsätze der besonders produktiven Unternehmen.
Fazit: Die Zeit zum Handeln ist jetzt
Drei Experten, eine klare Botschaft: Die KI-Entwicklung beschleunigt sich exponentiell. China holt auf, die USA investieren massiv und Europa steht am Scheideweg. Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie weit Theorie und Praxis noch auseinanderliegen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:
Claude Code und Opus 4.6 haben die Software-Erstellung grundlegend verändert. Wer sie nicht nutzt, verliert den Anschluss.
Seedance 2.0 beweist, dass China nicht nur aufholt, sondern in manchen Bereichen führt.
Die Enterprise-Lücke zwischen dem technisch Möglichen und dem tatsächlich Umgesetzten bleibt riesig. Hier liegt die größte Chance für Berater und Umsetzer.
Energie ist die wahre Grenze der KI-Entwicklung, nicht die Rechenleistung.
Deutschland hat Chancen im Bereich Vertrauen und Qualität. Doch das Zeitfenster schließt sich schnell.
Pero Mičić bringt es mit einem Satz auf den Punkt: „Ein exzellenter, guter Mensch sein." Denn genau dort liegt der Bereich, in dem Menschen auch in Zukunft unersetzbar bleiben. Die Werkzeuge sind da. Die KI-Modelle werden besser und günstiger. Die Frage ist nur noch: Nutzt du sie?
Jensen Huang sagte es treffend: „Arbeit wird sich von Job-bezogenen Rollen zu Aufgaben mit klarem Zweck verschieben." Die größte Gefahr ist nicht die KI selbst. Es ist das Warten.




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