Was passiert, wenn KI und Roboter jeden Job besser, schneller und günstiger erledigen als wir? Diese Frage klingt nach Science-Fiction. Doch führende Experten warnen: Die Post Labor Economy rückt näher als gedacht. In diesem Artikel erfährst du, warum 60 bis 80 Prozent der heutigen Tätigkeiten in den nächsten 10 bis 15 Jahren verschwinden könnten. Du lernst, welche Jobs Zukunft haben, welche Lösungen diskutiert werden – und wie du dich jetzt strategisch aufstellst.
Was bedeutet Post Labor Economy?
Der Begriff Post Labor Economy beschreibt eine Welt nach der klassischen Arbeit. Maschinen übernehmen dabei jede ökonomisch wertvolle Aufgabe. KI erledigt kognitive Arbeit. Humanoide Roboter ersetzen körperliche Tätigkeiten.
Prof. Dr. Pero Mićić, einer der führenden Experten für Zukunftsmanagement in Europa, bringt es auf den Punkt: Die kognitive Leistung von KI wird 2026 alle bisherigen Benchmarks sprengen. Der IQ absoluter Genies wird erreicht. Die Zeitspanne, in der KI autonom arbeiten kann, verdoppelt sich alle vier Monate.
Dabei geht es nicht um ferne Zukunft. Es geht um eine Entwicklung, die bereits heute in vollem Gange ist.
Warum 90 Prozent die Lage noch unterschätzen
Geschätzt 90 Prozent der Menschen unterschätzen die Leistung künstlicher Intelligenz. Der Grund dafür liegt in unserer Psyche. Wir entscheiden zuerst emotional. Danach suchen wir Argumente, die unser Gefühl bestätigen.
Vor drei Jahren hieß es noch: KI sind stochastische Papageien. Sie sagen nur das nächste Wort voraus. Wer das einmal geglaubt hat, bleibt oft dabei. Doch die Realität hat sich dramatisch verändert.
Harvard beschrieb 2023 das sogenannte Jagged Frontier Phänomen. KI löst hochkomplexe Probleme auf Doktoranden-Niveau. Gleichzeitig scheitert sie an trivialen Aufgaben. Diese ungleiche Leistungsgrenze verwirrt viele. Sie verleitet zu falschen Schlüssen.
Der eigentliche Engpass liegt nicht bei der Technik. Er liegt bei uns Menschen. Wir müssen uns erst daran gewöhnen, dass praktisch jede Aufgabe durch KI unterstützt oder ersetzt werden kann.
Die Rechnung mit den Humanoiden Robotern
Prof. Mićić hat die voraussichtlichen Arbeitskosten humanoider Roboter berechnet. Das Ergebnis ist ernüchternd – zumindest für den Arbeitsmarkt.
Anfänglich kostet eine Stunde Roboterarbeit etwa 14 Euro. Dabei legte er bewusst pessimistische Annahmen zugrunde: nur 330 Arbeitstage, nur 100 Prozent der menschlichen Arbeitsgeschwindigkeit. Doch durch Skalierung und Erfahrungskurven-Effekte sinken die Kosten jährlich um 20 bis 30 Prozent.
Die Stunde kostet dann 12 Euro. Dann 10. Dann 8. Dann 6. Dann 4 Euro.
Kein physikalisches Gesetz verhindert, dass künstliche Systeme die Gesamtheit menschlicher Fähigkeiten umschließen. Weder kognitiv noch physisch. Die Frage ist nicht ob. Die Frage ist wann.
Warum Unternehmen keine Wahl haben
Jedes Unternehmen strebt nach dem gleichen Ziel: besser, schneller, günstiger und sicherer arbeiten. Das klingt abstrakt. Doch das Prinzip steckt tief im menschlichen Verhalten.
Als Arbeitnehmer wünschen wir uns den Erhalt unseres Jobs. Als Konsumenten sind wir knallharte Kapitalisten. Wir kaufen bei Amazon statt im Laden. Wir wählen den besten Deal.
Wenn eine Leistung, die heute 50 oder 100 Euro kostet, plötzlich für 4 Euro verfügbar ist – dann zwingt der Wettbewerb zur Anpassung. Besonders der Druck aus China und den USA lässt europäischen Firmen kaum Spielraum.
Prof. Mićić formuliert es direkt: Die einzige Chance wäre, den Chinesen ihre Ambitionen mit KI auszureden. Viel Glück dabei.
Wer sich als Unternehmer oder als AI Automations Manager mit diesen Entwicklungen frühzeitig befasst, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung.
Welche Jobs haben noch Zukunft?
Menschliche Arbeit lässt sich in vier Bereiche einteilen: Kraft, Geschicklichkeit, kognitive Leistung und emotionale Wirkung. KI und Roboter übernehmen die ersten drei Bereiche. Von unten nach oben.
Kraft haben Maschinen und Industrie-Roboter längst übernommen. Geschicklichkeit folgt durch Humanoide. Bereits 2016 nähte ein Roboter namens Star menschliches Gewebe besser zusammen als der durchschnittliche Chirurg. Kognitive Aufgaben wie Marketing-Konzepte, Therapie-Pläne oder Rechts-Verträge übernimmt KI schrittweise.
Was bleibt, ist die emotionale Wirkung. Dort, wo Menschen auf Menschen treffen. Dort, wo Vertrauen zählt. Dort, wo jemand nach ethischen Prinzipien handelt.
Prof. Mićić nennt das den exzellenten Menschen. Gemeint ist damit: Wer direkt mit Kunden arbeitet, wer kommuniziert, wer Beziehungen pflegt – der hat Zukunft.
Ein konkretes Warnsignal liefert Stack Overflow. Die Plattform empfing vor 10 Jahren noch 200.000 Fragen pro Monat. Zuletzt waren es nur noch 4.000. Ein Rückgang von 98 Prozent. Der Grund: KI-gestützte Entwicklungsumgebungen beantworten Fragen automatisch.
Der Mythos vom sicheren Handwerk
Viele raten pauschal: Werdet Klempner, geht ins Handwerk. Doch dieser Rat greift zu kurz.
Sobald KI die Eintrittsbarriere für jede Fähigkeit auf null senkt, strömt ein unbegrenztes Angebot an Arbeit auf den Markt. Menschen, die ihren Bürojob verlieren, drängen ins Handwerk. Das drückt die Einkommen.
Zudem werden humanoide Roboter mit KI-Gehirnen auch handwerkliche Tätigkeiten erlernen. Ein einzelner Klempner erlebt in 45 Berufsjahren begrenzt viele Fälle. Eine Flotte aus Millionen Robotern, trainiert mit Milliarden Stunden Arbeits-Videos, sammelt unendlich mehr Erfahrung. Und diese Erfahrung wird einfach kopiert.
Der Klempner gehört sicher zu den letzten Jobs, die automatisiert werden. Doch langfristig sicher ist auch er nicht.
Die 10-Prozent-Schwelle: Wann das System kippt
Prof. Mićić warnt vor einem kritischen Punkt. Nicht erst bei 80 Prozent Jobverlust bricht das System zusammen. Schon bei 10 bis 20 Prozent Arbeitslosigkeit kollabieren die staatlichen Sozialsysteme.
Weniger arbeitende Menschen bedeutet: weniger Steuereinnahmen, weniger Sozialbeiträge, weniger Kaufkraft. Unternehmen verlieren Kunden. Umsätze brechen weg. Es entsteht eine Negativ-Spirale.
Ein Vermögen und ein Unternehmen sind nur dann etwas wert, wenn es zahlende Kunden gibt. Deshalb müssen sowohl Staaten als auch Unternehmen für Kaufkraft sorgen. Im eigenen Interesse.
Lösungen für die Post Labor Economy
Über diese Lösungen wird aktuell kaum öffentlich diskutiert. Dabei sind sie entscheidend für unsere Zukunft.
Universal Basic Income (UBI): Ein Grundeinkommen für alle. Prof. Mićić plädiert jedoch nicht für ein bedingungsloses Modell. Besser sei eine negative Einkommenssteuer. Wer zu wenig verdient, bekommt die Differenz ausgezahlt. Dieses Verfahren könnte den gesamten Sozialapparat ersetzen.
Universal Basic Capital (UBC): Jedes Neugeborene erhält 100.000 bis 200.000 Euro. Das Geld fließt in einen breit gestreuten Aktien-Fonds. Bis zum 60. Lebensjahr bleibt es investiert. Bei einer Firma-Gründung darf es beliehen werden.
Universal Basic Services (UBS): Strom, Wasser, Internet und KI-Kapazität werden kostenlos bereitgestellt.
Die Finanzierung könnte über mehrere Wege laufen. Dazu zählen: höhere Steuern auf Produktivitätsgewinne, Angleichung der Kapitalertrags-Steuer an die Einkommens-Steuer und höhere Erbschaft-Steuern auf große Vermögen.
Was nicht funktioniert: staatliche Beschäftigungs-Programme, Staats-Verschuldung oder eine klassische Maschinen-Steuer.
Soziale Unruhen in der Übergangsphase
Langfristig werden wir im Überfluss leben. Davon ist Prof. Mićić überzeugt. Doch die Übergangsphase wird turbulent, schwierig und durchaus gefährlich.
Bereits vor 200 Jahren gab es die Maschinen-Stürmer, die Textil-Fabriken zerstörten. Ähnliche Reaktionen sind denkbar. Die sozialen Unruhen entstehen nicht trotz des Fortschritts. Sie entstehen auf dem Weg dorthin.
Elon Musk selbst sagt: Es wird ein Universal High Income für alle geben. Gleichzeitig erleben wir enorme soziale Spannungen. Beides zur gleichen Zeit.
Wer diese Entwicklungen aktiv gestalten will, braucht fundiertes Wissen über KI-Agenten und deren praktischen Einsatz im geschäftlichen Alltag.
Die Identitätskrise: Wenn Arbeit wegfällt
Sigmund Freud sagte einst: Psychische Gesundheit entsteht durch lieben und arbeiten können. Die University of Michigan untersuchte, was passiert, wenn die soziale Rolle des Brotverdieners ersatzlos gestrichen wird.
Selbst von den 80 Prozent, die laut Gallup in ihrem Job nicht erfüllt sind, bedeutet Arbeit mehr als Geld. Sie gibt Struktur, Identität und Zugehörigkeit.
Prof. Mićić vergleicht es mit einer Scheidung. Die Phase danach fühlt sich furchtbar an. Doch die meisten erkennen später: Das neue Leben kann sogar besser sein.
Die Möglichkeiten für sinnvolle Beschäftigung bleiben praktisch unbegrenzt. Umwelt-Probleme lösen. Sich um andere Menschen kümmern. Unternehmerisch aktiv werden. Verpasste Träume verwirklichen.
Gleichzeitig warnt Mićić: Ein Teil der Menschen wird sich ins Metaverse und in Spiele verabschieden. Der dopaminerge Belohnungs-Kreislauf im Gehirn macht spielsüchtig. Im realen Leben fühlen sich diese Menschen als niemand. In virtuellen Welten werden sie Helden.
Die gigantischen Chancen der neuen Welt
Trotz aller Risiken bietet die Post Labor Economy enorme Chancen.
Energie: Bis 2050 werden mindestens 90 Prozent unserer Versorgung regenerativ sein. Mit heutigen Mitteln können wir bereits 75 Prozent des Wirtschaftssystems elektrifizieren.
Gesundheit: KI beschleunigt die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen um das Achtfache. Google DeepMind entdeckte 380.000 neue kristalline Strukturen. Die Menschheit kannte bis dahin nur 50.000.
Lebensmittel: Durch Präzisions-Fermentation entstehen echte Proteine – ohne Tierhaltung.
Wasser: Mit mehr Energie betreiben wir massive Umkehr-Osmose-Anlagen und erzeugen sauberstes Trinkwasser.
Mobilität: 1,3 Millionen Verkehrstote pro Jahr werden durch KI-gesteuerte Fahrzeuge praktisch verschwinden.
Die kurze Antwort lautet: Wir werden alle im Überfluss leben. Nur der Weg dorthin verlangt Mut, Weitsicht und kluge Entscheidungen.
Was du jetzt konkret tun kannst
Prof. Mićić gibt klare Empfehlungen für jeden, der sich zukunftssicher aufstellen will.
Bewege dich hin zum Menschen. Wer heute mit Maus, Tastatur und Bildschirm weit entfernt von Kunden arbeitet, muss zu den Kunden hin. Direkte Beziehungen zählen.
Bestimme dein einzigartiges Profil. Dein Leben ist einzigartig. Deine Sprache, deine Erfahrungen, deine überwundenen Krisen. Mach daraus ein Leistungsangebot.
Mach dich selbstständig. Prof. Mićić empfiehlt: Have a business. Anstellung war schon immer Selbstständigkeit mit nur einem Kunden. Beginne jetzt, das zu ändern. Eine gute Einstiegsmöglichkeit ist als KI-Manager KI fundamental zu lernen.
Werde zum exzellenten Menschen. Kommunikation, Selbstmanagement und eine technische Qualifikation bilden das Fundament. Die technische Qualifikation wird veralten. Die menschlichen Fähigkeiten nicht.
Investiere in produktives Kapital. Wer Anteile an Unternehmen besitzt, die in der KI-Welt florieren, profitiert von der höheren Produktivität. Der norwegische Staatsfonds hat 340.000 Euro pro Bürger an Vermögen geschaffen. Deutschland hat diese Chance bisher verpasst.
Fazit: Die Post Labor Economy kommt – bist du bereit?
Die Post Labor Economy ist kein Hype und keine ferne Vision. Sie ist die logische Konsequenz exponentiell wachsender KI-Leistung und immer günstigerer Robotik. Prof. Dr. Pero Mićić rechnet damit, dass 60 bis 80 Prozent der heutigen Tätigkeiten in den nächsten 10 bis 15 Jahren wegfallen.
Die Übergangsphase wird herausfordernd. Soziale Unruhen sind wahrscheinlich. Neue Finanzierungsmodelle wie negative Einkommenssteuer und Universal Basic Capital werden nötig.
Doch langfristig erwartet uns eine Welt im Überfluss. Günstigere Energie, bessere Medizin, sauberes Wasser und mehr Freiheit für jeden Einzelnen.
Dein nächster Schritt: Bewege dich hin zum Menschen. Baue ein einzigartiges Profil auf. Investiere in produktives Kapital. Und vor allem – handle jetzt. Denn wer heute den Kopf in den Sand steckt, wird morgen von der Zukunft überrollt.





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