Prof. Dr. Oliver Bendel: Allzweck-Roboter, Humanoide, KI, Bewusstsein, Haftung, Jobs & die Zukunft

Humanoide Roboter stehen kurz vor dem Sprung in unsere Haushalte. Doch wer haftet, wenn ein Roboter die antike Vase vom Sockel stößt – oder schlimmer, das Haustier verletzt? Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph an der Fachhochschule Nordwestschweiz, forscht seit über 15 Jahren an der Schnittstelle von Robotik, KI und Ethik. Er hat den Begriff Physical AI im Gabler Wirtschaftslexikon definiert und gilt als einer der führenden Köpfe der Maschinenethik im deutschsprachigen Raum. Im dritten Interview auf dem Everlast AI Kanal spricht er über Allzweckroboter, Wearable Social Robots, die Haftungsfrage, maschinelles Bewusstsein und die Zukunft der Arbeit. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Physical AI: Wenn KI einen Körper sucht
Lange Zeit entwickelten sich KI und Robotik getrennt voneinander. Bendel erinnert sich an eine Veranstaltung in Wien, bei der ein Robotiker ihn regelrecht jagte, weil er gewagt hatte, beide Disziplinen in einem Atemzug zu nennen. Heute ist genau diese Verschmelzung Realität.
Bendel definierte Anfang 2026 den Begriff Physical AI im Gabler Wirtschaftslexikon. Seine Definition geht weit über die bloße Anreicherung von Robotern mit etwas KI hinaus. Es geht darum, für die künstliche Intelligenz einen passenden Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.
Dieser Körper kann ganz unterschiedlich aussehen. Klein, mittelgroß oder riesig. Stationär oder mobil. Mit zwei Beinen, vier Beinen – oder auch acht Armen. Bendel betont: Der richtige Körper für die KI ist noch gar nicht gefunden. Vielleicht hat er Formen, die wir uns noch nicht vorstellen können. Er prägt dafür den neuen Begriff mythomorph – Roboter, die nach Aliens, Fantasy-Figuren oder mythologischen Gestalten gestaltet sind. Neben humanoid (menschenähnlich) und animaloid (tierähnlich) sieht er das als dritte Designrichtung, die bisher kaum beachtet wird. Vielleicht fragt die KI eines Tages selbst, welchen Körper sie gerne hätte.
Was die Entwicklung vorantreibt: Große Sprachmodelle und Weltmodelle ermöglichen es physischen Systemen, im Virtuellen zu trainieren. Die soziale Robotik – Bendels Spezialgebiet – hat diesen Damm zuerst gebrochen. Gesichts-, Objekt- und Emotionserkennung zogen als erste KI-Systeme in Roboter ein. Seit es multimodale Sprachmodelle gibt, verschmilzt alles.
Allzweckroboter: Was sie heute können – und was nicht
Wenn heute über humanoide Roboter gesprochen wird, meinen die meisten eigentlich Allzweckroboter – also General Purpose Robots. Bendel hält diesen Begriff für treffender. Ein Allzweckroboter ist nicht auf eine einzelne Aufgabe spezialisiert wie ein Reinigungs- oder Transportroboter. Er kann prinzipiell für viele verschiedene Aufgaben eingesetzt werden.
Aktuell sieht die Realität nüchtern aus. Die bekannten Modelle – Figure 03, Digit, Apollo, Tesla Optimus – können im Wesentlichen Kisten von A nach B bewegen. Das ist noch nicht überwältigend. Die Firmen können damit noch keine hohen Stückzahlen absetzen.
Deshalb drängen die Hersteller jetzt in die Haushalte. Die Vision: Jeder Haushalt soll eines Tages einen Roboter besitzen. Bendel sieht das in zwei Wellen kommen. Die erste Welle bringt ein paar tausend Roboter in reale Haushalte. Nicht um zu helfen – sondern um Daten zu sammeln. Die Roboter brauchen echte Umgebungen, um zu lernen. Sie werden dort Fehler machen. Auf unsere Kosten.
Die zweite Welle folgt in fünf bis zehn Jahren. Dann sind die Roboter für ihre Aufgaben vorbereitet. Dann verbreiten sie sich wirklich.
Die Marktzahlen bestätigen diese Dynamik. 2025 wurden weltweit rund 16.000 humanoide Roboter installiert. Bis 2027 erwarten Analysten über 100.000 Einheiten. Barclays Research sieht das Marktvolumen bis 2035 bei 200 Milliarden Euro. Unitree strebt allein für 2026 zwischen 10.000 und 20.000 Auslieferungen an. Tesla plant die Serienfertigung des Optimus Gen 3 noch in diesem Jahr. Die Managementberatung Horváth rechnet damit, dass in fünf Jahren allein in China und den USA eine Million humanoide Roboter arbeiten werden.
Bendel warnt jedoch vor zu viel Euphorie. Nicht jeder wohnt in einem Zehn-Zimmer-Haus. Einen Roboter bekommt die durchschnittliche Wohnung vielleicht noch unter – aber drei oder vier nicht. Die Verbreitung wird nicht ganz so verlaufen wie bei Computern oder Smartphones.
Der universelle Roboter: Warum vier Beine besser sein könnten als zwei
Auf der Robo-Philosophy 2024 in Aarhus skizzierte Bendel den universellen Roboter des 21. Jahrhunderts. Seine These: Er muss nicht zwingend auf zwei Beinen laufen. Ein Roboter, der sich wie ein früher Hominide auf allen Vieren fortbewegt, hat klare Vorteile.
Vierbeiniger Gang ist extrem stabil. Roboterhunde wie der Unitree Go 2 beweisen das bereits. Sie bewegen sich sicher über unebenen Grund. Sie bleiben tief am Boden und gefährden Menschen weniger. Ein humanoider Roboter dagegen ist 1,60 bis 1,80 Meter groß und schwer. Wenn er umfällt, hat jeder in der Nähe ein Problem.
Gleichzeitig spricht vieles für die humanoide Form. Unsere gesamte gebaute Umgebung ist für Menschen gemacht. Türhöhen, Tische, Griffe – alles passt zur menschlichen Anatomie. Ein Roboter muss Hände haben, um die Dinge greifen zu können, die wir geschaffen haben.
Bendels Kompromiss: Der Roboter könnte im Normalbetrieb auf allen Vieren laufen. Dort ist er sicher und verletzt weniger Menschen. Wenn er greifen oder auf Augenhöhe agieren muss, richtet er sich auf. Er wechselt je nach Bedarf die Form.
Bis zum wirklich universellen Roboter – einem, der morgens das Frühstück zubereitet, nachmittags Tennis spielt und abends die Bälle einsammelt – dauert es noch etwa zehn Jahre, schätzt Bendel.
Wearable Social Robots: Die kleinen Begleiter am Körper
Nicht jede Physical AI braucht einen großen Körper. Bendel forscht intensiv an Wearable Social Robots – winzige Roboter, die am Körper getragen werden. Um den Hals, an der Gürtelschlaufe oder an der Kleidung befestigt.
Zwei Beispiele aus seinem Labor: AIBI ist ein extrem kleiner, leichter Roboter, der den Kopf bewegen kann. Er hat einen Radar, erkennt Annäherungen und ist mit einem multimodalen Sprachmodell verbunden. Er kann die Welt erklären, die er durch seine Kamera sieht. Für blinde und beeinträchtigte Menschen eröffnet das enorme Chancen.
Der zweite Roboter heißt EILIKO. Er hat ein größeres Display im Kopfbereich, auf dem ein Gesicht mit Augen und Mund dargestellt wird. Er wirkt niedlich, fast wie ein Haustier. Und genau das ist er für viele auch: Eine Studie von Bendels ehemaliger Doktorandin zeigt, dass solche Roboter zwar nicht explizit als Haustier bezeichnet, aber als Haustier wahrgenommen werden.
Bendel sieht den Markt für Physical AI im Kleinen förmlich explodieren. Es müssen nicht immer kleine Roboter sein. Es können Broschen, intelligenter Schmuck oder AR-Brillen sein. OpenAI und andere Firmen haben in den letzten Jahren gezielt Hardware-Designer abgeworben. Alle großen Player bereiten sich auf diesen Markt vor.
Besonders spannend: Vibration wird der nächste heiße Trend. AR-Brillen haben Bügel, die Vibrationen auslösen können. Damit könnten Blinde eine Vorstellung vom Raum bekommen, ohne dass der auditive Kanal noch weiter überlastet wird. Auch Hörgeschädigte profitieren davon. Bendel sieht Vibration als bisher unterschätzten Ein- und Ausgabekanal, der weit über die bisherigen Ansätze von Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern hinausgeht.
Wer sich vertieft mit dem Thema KI-gestützte Assistenz beschäftigen möchte, findet in unserem Beitrag zu KI-Telefonassistenten einen verwandten Einstieg in die Welt der digitalen Begleiter.
Das Spionage-Problem: Roboter als unerwünschte Beobachter
Bendel benennt offen die Schattenseite. Wenn Allzweckroboter in Haushalte kommen, werden sie zu Spionen. Sie sind vernetzte Systeme, hängen an der Cloud und produzieren permanent Daten über Kameras und Sensoren.
Er erinnert an Edward Snowden. Bei einer Zuschaltung in einem Brüsseler Kino erfuhr Bendel aus erster Hand, wie Geheimdienst-Programmierer einen „riesigen Spaß" daran hatten, sich in private Kameras zu schalten. Bei Robotern im Schlafzimmer oder auf der Toilette wird das Problem dramatisch.
Auch chinesische Hersteller stehen in der Kritik. Der Unitree Go 1 hat eine bekannte Hintertür – absichtlich eingebaut, um den Roboter physisch oder virtuell zu übernehmen. Bendels eigener Go 2 hat zwar keine bewusste Hintertür, aber „Sicherheitslücken ohne Ende".
Die Konsequenz: Die Akzeptanz der Robotik steht und fällt mit dem Datenschutz. In der ersten Welle werden viele Menschen begeistert sein. Aber sobald sie verstehen, was der Roboter alles sieht und überträgt, wird die Skepsis wachsen.
Haftung: Das ungelöste Milliarden-Problem
Wer haftet, wenn ein humanoider Roboter im Haushalt Schaden anrichtet? Bendel sieht die Haftungsfrage als eines der größten ungelösten Probleme – neben der Akzeptanz.
Im zivilrechtlichen Bereich lässt sich eine Lösung konstruieren. Bendel skizziert ein Gedankenexperiment: Ein autonomes Auto wird zum Pizzaholen geschickt. Es baut einen Unfall mit einem anderen autonomen Fahrzeug. Die beiden Autos verhandeln miteinander über die Schadensumme. Am Ende zahlt eines dem anderen 4.000 Franken aus einem eingebauten Budget. Das klingt verrückt – ist aber juristisch machbar. Eine elektronische Rechtsperson, die direkt haftbar ist, lässt sich konstruieren.
Im strafrechtlichen Bereich wird es deutlich schwieriger. Was macht man mit einem Roboter, der ein Kind verletzt? Man kann ihn nicht bestrafen. Man kann ihn nicht ins Gefängnis stecken. Abschalten für drei Wochen ergibt keinen Sinn.
Bendel sieht im Moment nicht, wie europäische Sicherheitsnormen den Betrieb chinesischer oder amerikanischer Allzweckroboter in europäischen Haushalten erlauben. Er kennt konkrete Fälle: Ein Pflegeroboter – entwickelt von einer Schweizer Firma zusammen mit einem chinesischen Partner – durfte in der Schweiz nie betrieben werden. Rechtlich ausgeschlossen.
Die Hersteller werden vermutlich zunächst die volle Haftung übernehmen – aus Marketinggründen, ähnlich wie damals Volvo beim autonomen Fahren. Aber langfristig bleibt das Thema ungelöst.
Tier-Maschine-Interaktion: Roboter müssen tierfreundlich werden
Bendels Herzensthema ist die Tier-Maschine-Interaktion. Im Dezember 2026 holt er die internationale Animal Computer Interaction Conference erstmals auf das europäische Festland – in die Schweiz.
Das Problem: Autonome Maschinen verbreiten sich immer stärker. Lieferroboter auf Gehwegen. Mähroboter in Gärten. Drohnen über Feldern. Sie treffen nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Tiere. Und die Firmen haben das nicht auf dem Radar.
Bendel begann früh mit konkreten Projekten. Ladybird war ein Saugroboter, der Marienkäfer erkennt und seine Arbeit einstellt. Happy Hedgehog ein Mähroboter, der Igel erkennt und stoppt. In Deutschland und der Schweiz fliegen bereits Drohnen über Felder, um Rehkitze vor dem Mäher zu retten.
Für die kommende Generation von Allzweckrobotern wird das noch wichtiger. Ein Roboter im Haushalt muss lernen, sich nicht nur zu Menschen korrekt zu verhalten – sondern auch zu Hunden, Katzen und anderen Tieren. Das fehlt aktuell komplett in der Entwicklung.
Hat KI ein Bewusstsein? Bendel sagt klar: Nein
Dario Amodei, CEO von Anthropic, sagte im Februar 2026 der New York Times: „Wir wissen nicht, ob unsere Modelle bewusst sind." Anthropic hat ein eigenes Model Welfare Team gegründet, das den moralischen Status seiner KI-Modelle untersucht.
Bendels Antwort ist dezidiert: Maschinen werden nie Bewusstsein haben. Er sieht eine tiefe Kluft zwischen Lebewesen und Maschinen, die sich nicht überbrücken lässt. Bewusstsein hat sich in dreidimensionalen, nassen biologischen Strukturen gebildet – in unseren Gehirnen. Es hat evolutionsbiologische Gründe. Er sieht nicht, wie ein großes Sprachmodell das erzeugen soll.
Allerdings können Maschinen Bewusstsein simulieren. Und diese Simulation kann reale Folgen haben. In der Maschinenethik gibt Bendel Robotern eine künstliche Moral. Wenn ein Mähroboter dadurch einen Igel rettet, hat die simulierte Moral eine echte Auswirkung.
Der einzige Hintertür-Gedanke: Umgekehrte Cyborgs. Würde man biologische Strukturen wie Gehirnteile in technische Systeme einbringen, wäre das ein anderes Thema. Aber beim klassischen Ansatz – rein technische Systeme – bleibt Bendel kategorisch.
Er vermutet, dass Firmen wie Anthropic mit solchen Aussagen vor allem Marketing betreiben. Das Bewusstsein der eigenen Modelle zu thematisieren, erzeugt Aufmerksamkeit und Diskurs. Echtes Bewusstsein sieht er dort nicht.
Die Ideengeschichte: Roboter gibt es seit 2.700 Jahren
Im Interview macht Bendel einen faszinierenden Ausflug in die Geschichte. Jürgen Schmidhuber datierte den ersten humanoiden Roboter auf E.T.A. Hoffmanns Sandmann. Bendel geht deutlich weiter zurück – 2.700 Jahre in die griechische Mythologie.
Hephaistos, der Gott der Schmiede, schuf Talos – einen riesigen Roboter, der die Insel Kreta bewachte. Er schuf die goldenen Dienerinnen, die ihm beim Gehen halfen. Er schuf Pandora – die meisten wissen nicht, dass sie eine künstliche Frau war. Der Bildhauer Pygmalion erschuf eine Skulptur der Aphrodite, die zum Leben erweckt wurde.
Diese Geschichten ziehen sich durch alle Kulturen: der Golem in der jüdischen Tradition, Frankensteins Monster, Pinocchio, Paracelsus' Homunculus. In China sind es Holzpuppen, die zu tanzen beginnen.
In der realen Robotik sieht Bendel die Sternstunde 1939, als Elektro auf der Weltausstellung in New York erschien. 1940 kam Sparco dazu – einer der ersten animaloiden Roboter, ein Hund zu Füßen von Elektro.
Jobs, Arbeitsmarkt und die Drei-Tage-Woche
Bendels Prognose für den Arbeitsmarkt ist klar: Arbeit wird abnehmen. Sinn und Zweck von Automatisierung ist Automation. Firmen, die behaupten, durch KI entstünden genauso viele neue Jobs, liegen falsch.
Besonders fatal: Einstiegsjobs verschwinden zuerst. Generative KI erledigt zunehmend die einfachen Aufgaben, an denen Berufsanfänger bisher lernten. Das erzeugt einen doppelten Nachteil. Erstens: Junge Menschen finden schwerer Arbeit. Zweitens: Sie können keine Erfahrung sammeln, die sie auf komplexere Aufgaben vorbereitet.
Seine Empfehlung für Studierende: Eine Kombination aus technischem und geisteswissenschaftlichem Studium. Informatik plus Philosophie. Data Science plus KI-Ethik. Wer sich frühzeitig mit KI-Werkzeugen vertraut macht, verschafft sich einen entscheidenden Vorteil.
Langfristig sieht Bendel eine Drei-Tage-Woche als realistisches Modell. Wir arbeiten die Hälfte der Woche. Für die andere Hälfte brauchen wir einen Plan. Freiwilligenarbeit, Kunst, Kultur, Hobbys. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte die Lücke füllen.
Bendel gibt offen zu: Er selbst ist das schlechteste Beispiel dafür. Seine Partnerin sagt, für ihn gebe es nur Arbeit. Aber er glaubt, dass viele Menschen eine kürzere Arbeitswoche entlasten würde. Die Gen Z denkt genauso – und er selbst dachte als 18-Jähriger nicht anders.
Er warnt gleichzeitig: Die gewonnene Zeit dürfe nicht nur in sozialen Medien und Computerspielen verbrennen. Virtual Reality hält er für überschätzt. Augmented Reality dagegen wird boomen.
Der Blick ins All: Neue Jobs auf dem Mond
Zum Abschluss richtet Bendel den Blick nach oben. Elon Musk hat sich vom Mars verabschiedet – die Reisezeit von neun Monaten und die wenigen Zeitfenster waren zu unpraktisch. Stattdessen plant er jetzt eine Mondstadt.
Für Bendel eröffnet die Weltraumbesiedlung völlig neue Berufsperspektiven. Geomatiker, die Trabanten und Planeten vermessen. Ingenieure, die Mondstrukturen bauen. Berufe, die auf der Erde ausgedient haben, könnten im Weltraum eine Renaissance erleben.
Über den Mars hinaus kommen wir nur noch mit Robotern und KI-Systemen. Was Aliens eines Tages von der Menschheit finden werden, sind unsere Roboter, die wir ins All geschickt haben. Ein poetischer Gedanke zum Schluss – passend zu einem Technikphilosophen, der sich nie vor großen Fragen scheut.
Fazit
Prof. Dr. Oliver Bendel liefert in diesem Interview einen seltenen Rundumblick: von der griechischen Mythologie bis zur Mondstadt, von winzigen Wearable Robots bis zum 1,80 Meter großen Allzweckroboter. Seine Kernbotschaft: Humanoide Roboter kommen – in zwei Wellen. Die erste dient der Datensammlung. Die zweite bringt echte Alltagshelfer.
Doch drei große Probleme bleiben ungelöst. Erstens: Die Haftung. Europäische Normen sind nicht vorbereitet auf chinesische oder amerikanische Roboter im Wohnzimmer. Zweitens: Der Datenschutz. Jeder Roboter ist ein potenzieller Spion. Drittens: Die Frage der Akzeptanz. Wir gewöhnen uns schnell an Roboter – aber nur so lange, bis wir verstehen, was sie alles über uns wissen.
Maschinelles Bewusstsein? Für Bendel klar eine Simulation – nicht mehr. Aber eine Simulation mit realen Folgen. Der Arbeitsmarkt? Wird sich fundamental verändern. Wer jetzt technisches und geisteswissenschaftliches Wissen kombiniert, ist am besten aufgestellt.
Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Oliver Bendel findest du auf dem YouTube-Kanal von Everlast AI.






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