OpenAI stellt Sora ein und benennt seine Produkt-Abteilung in "AGI Deployment" um. Anthropic arbeitet an einem Modell namens Claude Mythos, das alles Bisherige übertreffen soll. Und die Kommandozeile wird zur produktivsten Art, mit KI zu arbeiten. Hier sind die wichtigsten KI-Updates im März 2026 — und was sie für dich bedeuten.
OpenAI beendet Sora und fokussiert sich auf AGI
OpenAI hat Sora vollständig deaktiviert. Das KI-Video-Modell, einst als Revolution der Kreativbranche angekündigt, wird abgeschaltet. Doch das ist kein Eingeständnis des Scheiterns. Es ist eine strategische Neuausrichtung.
Gleichzeitig benennt OpenAI seine Produktentwicklungs-Abteilung unter Fidji Simo in "AGI Deployment" um. Zudem kursieren Hinweise auf ein neues Modell mit dem Codenamen Sput — vermutlich GPT 5.5 oder GPT 6. Das ehemalige Sora-Team arbeitet jetzt an Weltmodellen, die vor allem für Robotik relevant sind.
Das freigewordene Compute fließt in drei Bereiche: neue LLMs, AGI-Deployment und Weltmodelle. OpenAI opfert einen Consumer-Dienst, um die Grundlagenforschung zu beschleunigen. Keine schlechte Entscheidung.
Codex Plugins: OpenAIs Antwort auf Cloud Code
OpenAI rollt Plugins für Codex aus. Plugins bündeln Skills, Apps und MCP-Server in einem Paket. Der Use Case: standardisierte Workflows auf Teams und Abteilungen ausrollen.
Konkret stehen bereits Integrationen für Slack, Figma, Canva, GitHub, Gmail, Google Drive, Notion, Sentry und Stripe bereit. Jede Integration liefert nicht nur den Zugriff auf die App, sondern auch dedizierte Skills. Slack etwa fasst Channel-Konversationen oder offene Nachrichten zusammen.
Plugins lassen sich über die Codex App und das Codex CLI nutzen. OpenAI selbst empfiehlt: Skills für Experimente, Plugins fürs Team. Skills eignen sich für individuelle Workflows. Plugins standardisieren diese Workflows über Projekte und Teams hinweg. Das ist besonders relevant für Corporate-LLM-Strategien, bei denen Unternehmen einheitliche KI-Prozesse ausrollen wollen.
Cloud Code: Apps, Desktop-Use und der neue Auto-Mode
Auch bei Anthropic geht es Schlag auf Schlag. Cloud Code integriert jetzt Apps wie Figma-Designs, Canvas-Slides und Dashboards direkt in der App — auch mobil. Dazu kommen drei relevante Neuerungen.
Desktop-Use funktioniert jetzt zuverlässig. Agents steuern lokale Anwendungen, klicken sich durch Oberflächen und setzen Workflows um. Wer die bisherigen Cloud-Code-Updates verfolgt hat, sieht hier einen klaren Sprung. Browser-Use-Agents sind mittlerweile erstaunlich gut. Desktop-Use zieht nach.
Angekündigt ist außerdem Phone-Use — Cloud Code soll bald auch das gesamte Smartphone bedienen. Der praktische Nutzen bleibt hier noch abzuwarten.
Die wichtigste Neuerung für den Alltag: der Auto-Mode. Er löst ein echtes Problem. Der normale Permission-Mode erfordert ständige Bestätigung. "Dangerously Skip Permissions" ist zu riskant. Der Auto-Mode findet die Mitte: Jeder Tool-Call läuft durch einen Klassifizierer, der das Risiko bewertet. Sichere Aktionen werden automatisch bestätigt. Riskante werden blockiert. Aktivieren lässt er sich mit einem einzigen Befehl: claude enable auto-mode.
Claude Mythos: Leak deutet auf Opus-Nachfolger
Auf einer nicht veröffentlichten Anthropic-Unterseite tauchte der Name Claude Mythos auf. Laut dem Leak handelt es sich um ein fertig trainiertes Modell — "by far das mächtigste KI-Modell, das wir jemals deployed haben." Mythos soll eine neue Modell-Klasse sein, größer und intelligenter als die Opus-Reihe.
Brisant: Anthropic stuft das Modell offenbar als erhebliches Cyber-Security-Risiko ein. Das deckt sich mit Anthropics Responsible-Scaling-Policy, die bei bestimmten Fähigkeitsstufen zusätzliche Sicherheits-Maßnahmen vorsieht.
Ob es sich um Opus 5 handelt, bleibt unklar. Die Leaks werden jedoch lauter und häufiger. Klar ist: Die nächste Modell-Generation steht bevor. Wer sich mit dem aktuellen Stand von Anthropics Modellen vertraut machen will, findet hier alle Details zu Claude Opus 4.6.
ARC AGI 3: Neue Benchmark setzt KI-Modelle auf 1 Prozent zurück
François Chollet veröffentlicht ARC AGI 3 — die dritte Version seiner AGI-Benchmark. Menschen erreichen 100 Prozent. KI-Modelle liegen bei unter 1 Prozent. Die Aufgaben bestehen aus komplexen visuellen Rätseln, die mehrere kognitive Fähigkeiten gleichzeitig testen.
Kurz nach der Veröffentlichung meldet das Agentica SDK bereits 36,08 Prozent. Agentica ist ein Agent-Framework, kein einzelnes Modell. Kritiker monieren das. Doch in der Praxis werden Modelle immer in einem Harness eingesetzt. Die Frage "Kann das Modell allein das Rätsel lösen?" ist weniger relevant als "Kann das System es lösen?". Und genau das unterstreicht den aktuellen Trend: Nicht die Modelle allein bringen die Durchbrüche. Es ist das, was drumherum entsteht — Harness, Betriebssystem, Agenten-Architektur.
ElevenLabs CLI und Gemini Live: Weitere Updates im Überblick
Zwei weitere Updates verdienen Erwähnung.
ElevenLabs CLI erlaubt es jetzt, Voice Agents direkt über Coding Agents wie Cloud Code zu erstellen. Kein manuelles Klicken in Web-Oberflächen mehr. Im Test erstellte Cloud Code einen vollständigen Inbound-Agent mit System-Prompt, Knowledge Base, Intent-Erkennung und Workflow-Routing. Noch nicht perfekt — aber ein Durchbruch für schnelle MVPs.
Gemini 3.1 Flash Live Preview bringt schnellere Reaktionszeiten, größere sprachliche Bandbreite und doppelt so langen Kontext. Besonders relevant für multilinguale Voice Agents. Im Test wechselt das Modell flüssig zwischen Deutsch, Englisch, Italienisch und Schweizer-Deutsch. Verfügbar kostenlos im Google AI Studio.
Fazit: Die Kommandozeile wird zum neuen Interface
Die KI-Updates im März 2026 zeigen ein klares Muster. Codex Plugins, Cloud Code Auto-Mode, ElevenLabs CLI — die produktivste Art, mit KI zu arbeiten, verlagert sich in die Kommandozeile. OpenAI opfert Sora für AGI-Forschung. Anthropic bereitet mit Claude Mythos die nächste Modell-Generation vor. Und ARC AGI 3 erinnert daran, dass echte Intelligenz noch weit entfernt ist. Wer jetzt lernt, mit Coding Agents zu arbeiten, sichert sich den entscheidenden Vorsprung.
















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